News Juni/Juli 2018

In diesen letzten zwei Monaten hat alles noch einmal mehr seine Grenzen erreicht. Wir haben Kitten über Kitten, es ist ein Drama.

Momentan können wir keine Katzen mehr aufnehmen, denn gerade Kitten verursachen leider oft hohe tierärztlichen Kosten, sie brauchen Kittenfutter und auch Platz, der ist bei uns mittlerweile mehr als Mangelware. Wir sind froh über jede Katze, die fliegen kann, weil wir dann wieder ein bisschen Platz haben. Allerdings werden in diesem Jahr wie auch schon im Mai extrem viele Katzen bis 1 Jahr abgegeben, die meist nicht kastriert sind. Ein Riesenkostenfaktor, den wir versuchen zu stemmen, aber langsam nicht mehr stemmen können.

Vor ein paar Tagen kam Valerie auf dem Weg zu ihrem Haus am Tierheim vorbei und sah von weitem schon eine Plastiktüte mit in der Dunkelheit blitzenden Augen. Sie lief schnell hin und fand eine Katze, die man in eine Plastiktüte so verschnürt hatte, dass sie dort völlig geschockt auf dem Boden lag. Oben sehen sie Bilder von der Katze.

Wieder einmal stellt sich uns die Frage, wie man sich auf diese Art seines Tieres entledigen kann. Wir haben Öffnungszeiten, zu denen man die Katze bringen kann!! Aber nein, sie werden einfach so vor die Tür gepackt, manchmal kann man sich für die Gattung Mensch tatsächlich nur noch schämen.

Die Kitten, die Sie oben im Käfig sehen, wurden auch vor ein paar Tagen abgegeben, dies aber wenigstens zu den Öffnungszeiten.

Aber gestern, 15. Juli 2018, gegen 10 Uhr, bekam das alles noch einmal eine neue Dimension: Morgens kam eine Helferin zum Putzen ins Tierheim und sah in der prallen Sonne (wir haben auch in Andalusien morgens um 10 schon 30 Grad) einen Koffer vor dem Rolltor liegen. Als sie näher kam, hörte sie Kitten. Lorena bekam fast einen Schock, denn da hat tatsächlich jemand 5 Kitten in einen Koffer gepackt, fast ohne Luftzufuhr, und diesen in die Sonne vors Tor gestellt. Wie kann man so etwas tun??

Chantal berichtete, dass, wenn der Koffer nur eine halbe Stunde länger dort gestanden hätte, die Kleinen jämmerlich erstickt wären. Dies lässt aber eigentlich auch den Schluss zu, dass da jemand genau weiß, wann jemand da ist, und den Koffer kurz vorher dort deponiert hat. Wir hoffen zumindest, dass es so ist, denn dass jemand so grausam ist und den Erstickungstod dieser Babys in Kauf nimmt, das mögen wir einfach nicht glauben.

Schlussendlich sind dies leider nur ein paar der Dinge, die seit Monaten passieren. Die Situation in Spanien wird immer schlimmer, man sieht es ja auch bei anderen Organsationen. Kitten über Kitten, ausgesetzt auf der Straße, an der Autobahn, im Campo, wahrscheinlich immer in der Hoffnung, dass sich das Problem so von selbst erledigt.

Spanien braucht definitiv ein Kastrationsprogramm und zwar ein staatlich verordnetes, zu einem günstigen Preis. Das Problem sind die Tierarztkosten für eine Kastration, die einfach zu hoch sind für ein Land wie Andalusien, wo die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist.

Aber: Ein weiteres Problem sind leider viele »Tierschützer«, die die Kitten zwar von der Straße aufnehmen, sie dann aber so schnell wie möglich verschenken. Natürlich holt sich dann jeder ein süßes kleines Kitten, ist ja umsonst und leider fehlt auch jegliche Aufklärung darüber, dass dieses Kitten bald Kosten, nämlich die einer Kastration, bringen wird. Und schwups, dann landen sie leider bei uns und wir haben die Kosten.

Bitte liebe »Tierschützer«, hört auf damit und handelt endlich verantwortlich! Es ist kein Tierschutz, so zu vermitteln, denn das alles macht seit einiger Zeit das Problem immer größer statt kleiner. Ist ja leider so, dass das, was nichts kostet, auch nichts wert ist, und dass die Leute sich dann, sobald die Katzen geschlechtsreif sind, sich diesem ach so süßen Kätzchen dann auch wieder entledigen!

Im Tierheim halten wir es so, dass wir zum Ersten eine Gebühr für die Katzen nehmen, sie dafür impfen und chippen, aber auch direkt eine Bescheinigung mitgeben, dass Kitten bei unserer Tierärztin über uns zum Tierschutzpreis kastriert werden können. Das machen glücklicherweise auch viele so und das ist unserer Meinung nach auch der einzige Weg, das Problem wieder in den Griff zu bekommen.

Schlussendlich bleibt auch diesmal der Hilferuf leider nicht aus!! Wir brauchen Hilfe finanzieller Art, um das alles weiter stemmen zu können, um weiter Katzen vor der Tötung zu bewahren, um die Kitten vernünftig groß werden zu lassen. Es geht ja nicht nur um Futter, es geht um Streu für die Klos, es geht um die medikamentöse Versorgung, es geht um Reinigungsmittel, kurz: Es geht um einen riesengroßen Kostenapparat, den wir irgendwie versuchen zu stemmen, es von Monat zu Monat aber schwieriger wird.

BITTE HELFEN SIE DABEI! Gerne per Paypal oder auch gern beim Teaming-Projekt, was jeden Monat für einen 1 Euro gemacht werden kann, hier zählt der Grundsatz, viele Euros machen einen großen Betrag. Die Links hierzu finden Sie oben in der rechten Seitennavigation.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!