Die Situation im Mai 2018

In diesem Jahr ist die Situation hier prekär. Nicht eine einzige Katze, die wir aus der Tötung holten oder die abgegeben wurde, ist kastriert. :-(

Es wäre toll, wenn der eine oder andere vielleicht ein paar Euros übrig hat für notwendige Kastrationen. Ich habe privat nun erstmal die Kastra für Matilda und Nora übernommen.

Zu den Bildern: Zwei Weiße, die wir gerade kastrieren konnten, zwei Grautiger, ebenfalls nicht kastriert, noch ein Grautigermädchen und zwei Russisch-Blau – alles keine Kitten mehr und sie hätten längst kastriert werden müssen. Dazu die ganzen Kitten, die ja auch noch kastriert werden müssen.

Kurz gesagt: Chantal braucht Hilfe in Form von Spenden, damit wir das alles irgendwie stemmen können.

Dazu kommen noch die in nächster Zeit notwendigen Operationen: Kautar bekommt das Gestänge herausgenommen, ein Russisch-Blau muss geröntgt werden, vielleicht hat er durch den Autounfall nur eine Prellung. Bei einem Baby ist die Nickhaut über das komplette Auge gezogen: Wir haben die Hoffnung, dass sie vielleicht doch sehen kann, wenn wir das operativ beheben. Zwei Zahnsanierungen sind fällig und und und, wer weiß was, uns dieses Jahr noch alles bringt.

Trotzdem ist es keine Lösung, den Tieren nicht mehr zu helfen, wie es bei einigen Tierheimen hier in der Umgebung nun gang und gebe ist. Dazu später noch ein Beitrag.

Erinnert ihr euch noch an Nelson? Er war Ende Januar 2018 in Spanien vermittelt worden. Hier seine aktuelle Geschichte von gestern (!!):

Vor zwei Tagen bekam Chantal einen Anruf von den Adoptanten von Nelson, er hatte angeblich das Kind gebissen und soll nun zurück ins Tierheim.

Chantal war geschockt, dann hat sie aber eingewilligt, dass er gebracht werden kann. Sie verwickelte den Mann in ein Gespräch und es stellte sich heraus, dass Nelson gar nicht gebissen hat (nur ein Vorwand des Herrn, um ihn zurückzubringen), sondern dass er Schnupfen hat und dass der Tierarzt gesagt hat, dass das chronisch wäre.

Nur hatte Nelson die ganze Zeit über, als er im Tierheim war, keinen Schnupfen, deutet nicht gerade auf chronisch hin. Chantal machte also den Vorschlag, dass sie Nelson bei unserer Tierärztin durchchecken lässt. Herausgestellt hat sich, dass Nelson schlicht und einfach erkältet ist. Der Herr rief an, um sich zu erkundigen, und Chantal sagte ihm das. Da fragt der doch ernsthaft, ob sie Nelson auf ihre Kosten (ist ja schließlich von ihr vermittelt worden) behandelt und er ihn dann wieder abholen kann? Weil bezahlen will er das natürlich nicht. Chantal hat sich sehr aufgeregt und ihm mitgeteilt, dass er ganz sicher nicht zu ihm zurückgehen wird, sondern im Tierheim bleibt.

Manches Mal fragt man sich, was eigentlich mit der Menschheit so los ist? Verantwortung scheint für viele ein Tabu-Thema zu sein. :-(

Nun sucht der quirlige Nelson ein neues Zuhause. Ich habe ihn übrigens heute gesehen und er hatte keine Rotznase mehr, ist absolut gesund. Dieser kleine Kerl hätte nun gern ein Zuhause mit Verantwortungsbewusstsein und Spielkameraden.

Und nun leider gleich die nächste Geschichte: Eine Familie kommt mit einem bildhübschen Russisch-Blau-Kater (es gibt noch kein Bild) zu Chantal und berichtet unter Tränen, dass er verunfallt ist, nicht mehr laufen kann und sie kein Geld für die Behandlung haben. Chantal bietet also an, dass sie ihn von unserer Tierärztin zum Tierschutzpreis untersuchen lässt, denn vielleicht hat er auch nur Prellungen an der Flanke.

Natürlich ist der junge Mann nicht kastriert, warum auch, der lebt ja in Freigang und kann sich da austoben **grrr*. So, und nun liegt der Kerl seit Donnerstag in der Box, geht morgen zum Tierarzt, aber nachgefragt hat die Familie bisher kein einziges Mal. Und Chantal wird ihn dieser Familie auch nicht zurückgeben.

So geht das hier Tag für Tag, keiner kennt Chantal, um zu spenden, aber wenn sie Hilfe brauchen, dann wissen sie immer, wo unser Tierheim ist. :-((