Kastrationsaktionen

Durch die dramatische Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Spanien ist auch die Zahl der ausgesetzten, unkastrierten Katzen drastisch gestiegen. Die Katzen, die am Katzenfelsen am Strand von Torremolinos leben, werden von einer spanischen Lehrerin, Esperanza, betreut.

Sie wohnt in Madrid, kommt aber seit 18 Jahren dreimal im Jahr nach Torremolinos, um Kastrationsaktionen durchzuführen. Diese hat sie bisher aus eigenen Mitteln bezahlt. Auch die Kosten für das Futter und eine Betreuerin für die Futterstellen wurden von ihr allein getragen. Jetzt hat sie, wie viele andere Lehrer auch, ihre Anstellung verloren. Sie kann diese Kosten nun nicht mehr alleine tragen.

Die Kastration der frei lebenden Katzenpopulation ist die einzige Möglichkeit, das Katzenelend einzudämmen. Deshalb bitten wir euch, Esperanza mit einer Kastrationspatenschaft in ihrer Arbeit zu unterstützen. Auch wenn ihr monatlich nur ein paar Euro beisteuern könnt, wäre das schon eine sehr große Hilfe. Neuigkeiten über den Verlauf der Kastrationsaktionen und die Rechnungen werden hier selbstverständlich veröffentlicht.

In Spanien wird ab dem 1. September 2012 die Mehrwertsteuer erhöht. Bisher zahlte man beim Tierarzt 8% MwSt. Aber ab dem 1. September gelten Tiere als Luxusartikel. Darum muss man für Tierservice, das heißt für Tierärzte usw. nun 21% MwSt. zahlen. Jetzt werden sich noch weniger Leute einen Tierarzt-Besuch oder eine Kastration leisten können.

Wir hatten noch nie so viele neue ausgesetzte Katzen am Strand wie bisher in diesem Jahr. Natürlich war keins der ca. 30 neuen Tiere, die in den ersten 6 Monaten dieses Jahres ausgesetzt wurden, kastriert. Allein 4 Mütter mit ihren Babys waren neu am Strandfelsen. Wir kommen mit dem Kastrieren kaum hinterher. Und wenn die Mehrwertsteuer jetzt auch noch von 8% auf 21% steigt, wird alles noch schlimmer werden.

Wenn Sie an einer Kastrationspatenschaft interessiert sind, wenden Sie sich bitte per E-Mail an: katzenhilfe.ohne.grenzen@googlemail.com